Kinderkrankheiten erkennen und behandeln
Mai 9th, 2010„Kinderkrankheiten“ & allgemeine Erkrankungen
Grundsätzlich:
Die meisten Erkrankungen werden durch Viren oder Bakterien hervorgerufen.
Durch Kontakt (Berührung, Niesen, Husten,…) werden sie von
- Mensch (Tier) zu Mensch oder von
- Ding zu Mensch (Spielzeug, Erde, Nahrungsmittel, Impfung…)
- Luft zu Mensch übertragen
Der Körper merkt sich, mit welchen Viren er schon Kontakt hatte. Die „Körperpolizei“ (=Immunsystem) erinnert sich beim nächsten Kontakt an diese Viren und kann sie dann viel schneller bekämpfen.
Die „Körperpolizei“ bei einem Baby ist noch nicht so stark. Zuerst wird sie noch durch die Abwehrkräfte der Mutter unterstützt. Die bekommt das Baby über die Muttermilch. Doch bald nach der Geburt beginnt das Baby sein eigenes Immunsystem zu trainieren. Bei einer Impfung erhält das Baby (oder der Erwachsene) abgeschwächte Viren. Die sind zu schwach um eine ganze Erkrankung hervorzurufen (zu machen), aber sie sind noch stark genug um das Immunsystem zu trainieren. Wenn das Kind dann das nächste mal auf diesen Virus trifft, erkennt ihn die Körperpolizei schon und kann sich sehr schnell wehren. Gegen viele Kinderkrankheiten (Masern, Mumps, Röteln, Diphterie, Keuchhusten, Tetanus, Hämophillus, Kinderlähmung …) kann geimpft werden. Das sind sehr schwere Krankheiten an denen früher sehr viele Kinder gestorben sind. Sie heißen Kinderkrankheiten, weil fast jeder Mensch sie als Kind bekommt. Werden die Babys schon geimpft, dann kann der Körper rechtzeitig seine Körperpolizei trainieren.
Wenn dann das Kind Kontakt mit diesem Virus hat, kann die Körperpolizei den Virus bekämpfen und das Kind wird nicht oder nur ganz wenig krank. !Tipp!: Gleich beim ersten Besuch beim Kinderarzt den Termin für die nächste Impfung ausmachen!
Woran erkenne ich, dass mein Kind krank ist?
das Kind ist früher müde, grantig, weint mehr als sonst
Woran erkenne ich, dass mein Kind Fieber hat?
heiße, rote Wangen; heißer Körper; manchmal auch ganz kalte Hände und Füße; glasige Augen (wie mit Tränen)
Wie messe ich am besten Fieber?
Bei einem Baby: im Popo (Beine gut festhalten!)
Bei Kindern ab 2 Jahren: unter der Achsel (ein Erwachsener muß dabei sitzen bleiben, damit das Thermometer nicht verrutscht oder herausfällt)
Was soll ich bei Fieber tun?
Pullover ausziehen, Hose ausziehen; nur T-Shirt + Unterwäsche die Wärme kann abgegeben werden
Wenn das Kind kalte Füße hat Socken oder Strumpfhose anziehen
mehr zu trinken geben als sonst Tee, Wasser, Saft (kein Fanta, Cola,…)
Ist Fieber gefährlich? Ja und nein
Fieber ist das Zeichen dafür, dass die Körperpolizei arbeitet und sich gegen Viren und
Bakterien wehrt.
Wenn das Kind viel trinkt, lustig ist, fast „wie immer“ ist, dann kann der Körper gut
damit umgehen. gut beobachten, regelmäßig Fieber messen (3x am Tag bis die
Temperatur unter 37,5°C ist oder das Kind gesund wirkt)
Wenn das Kind sehr viel schläft, wenig trinkt und längere Zeit über 39°C Fieber hat
braucht es Hilfe. Kinderarzt oder Spital. Fieberkurve mitnehmen!
Weiß der Kinderarzt immer, um welche Krankheit es sich handelt?
Nein, nicht immer. Denn viele Krankheiten fangen mit den gleichen Symptomen
(=Zeichen) an z.B.: Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, …
Erst einige Stunden oder Tage später kommen zusätzliche Symptome dazu wie
- Augenentzündung und weiße Flecken im Mund, rote Flecken auf dem Körper
(=Masern)
- geschwollene Wangen (=Mumps)
- rote Flecken am Körper (=Röteln)
Was soll ich tun, wenn ein befreundetes Kind krank ist?
- Nicht besuchen!
- Haben die Kinder unmittelbar vor der Erkrankung miteinander gespielt: gut
das Zimmer lüften wo das kranke Kind war
- Das Spielzeug, mit dem das kranke Kind gespielt hat, waschen (besonders
wenn sie noch alles in den Mund nehmen!).
Wenn wir zum Kinderarzt müssen, was soll ich mitnehmen?
- immer den Mutter-Kind-Pass und den Impfpass
- bei Fieber: Fieberkurve
- eigene Decke, eigene Stoffwindel um das Baby drauf zu legen (zu Hause gleich waschen) Nie ohne Stoffwindel auf einen fremden Wickeltisch legen! (Bakterien,Viren!)
- Teefläschchen (zu Hause gleich waschen)
- eigenes Stofftier (zu Hause gleich waschen)
Was kann ich tun, wenn mein Kind hustet?
- feuchte Wäsche oder Handtücher in der Nähe des Kindes aufhängen
- ½ Stunde in der frischen Luft spazieren gehen (bis 38°C Fieber möglich; da aber schon warm anziehen!)
- beim Essen: kleinere Mahlzeiten geben; Kinder erbrechen auch manchmal beim
Husten; vom Kinderarzt abhorchen lassen Hustensaft
Woran erkenne ich Durchfall?
- sehr weicher bis flüssiger Stuhl (sieht aus wie Senf oder schmutziges Wasser), der stinkt
- bei Babys oft schwer zu unterscheiden zu normalem Stuhl Windel mit Stuhl mitnehmen und dem Kinderarzt/ im Spital zeigen
Was kann ich tun, wenn mein Kind Durchfall hat?
- Für Babys und kleine Kinder ist Durchfall oder Erbrechen sehr gefährlich!
- Rasch Kinderarzt oder Spital aufsuchen! Stuhlwindel (Pampers) mitnehmen und herzeigen. Zählen, wie oft Kind Stuhl hatte.
„So viel wie unten herauskommt, oben nachfüllen“ = viel zu trinken geben!
Bin ich eine schlechte Mutter, wenn mein Kind krank wird? Habe ich etwas falsch
gemacht?
Nein!!! Bakterien und Viren gibt es überall.
Durch die Impfungen wird das Kind vor einigen schweren Krankheiten geschützt. Der Körper
kann sich schneller wehren. Der Schutz hält für viele Jahre, oft für das ganze Leben.
Manchmal wird das Kind auch Medikamente brauchen, die die Krankheit bekämpfen aber
nicht das ganze Leben wirken. Zum Beispiel Antibiotika. Die helfen gegen Bakterien, nicht
gegen Viren.

Da Frühgeborene ein erhöhtes Risiko für den Plötzlichen Kindstod (Sudden Death Infant Syndrome = SIDS), besitzen, sollten Sie mit dem Arzt darüber sprechen, wie mit diesem erhöhten Risiko umzugehen
Lebenswochen schnell überwinden kann. Nutzen Sie darüber auch die Möglichkeit, sich mit anderen
noch Vieles mehr: Die Grundlagen dafür werden in den ersten Lebensmonaten gelegt. Voraussetzung ist natürlich, dass das Baby auch die Anregung erfährt, die es braucht. Langeweile ist für Babys ebenso unangenehm wie für Erwachsene. Auch hier sind Sie als Eltern gefragt:

Spielzeug ist für die Kleinen meist besonders interessant. Der Handel bietet viele Vorrichtungen an, die sich an Bettchen
seine Handbewegungen zu kontrollieren. Wenn Sie es auf dem Arm tragen, wird es nach







erste Tauchen vorbereiten. Um zu prüfen, ob das Baby dazu bereit ist, gießt man sanft Wasser über Schultern, Kopf und Gesicht. Reagiert das Kind darauf gelassen, kann man ein vorsichtiges Untertauchen wagen. Babys besitzen einen so genannten Atemschutzreflex, der bewirkt, dass sie unter Wasser die Luft anhalten. Dass Wasser in die Lunge gerät, ist bei einem gesunden Baby daher nicht zu befürchten. Planen Sie, mit Ihrem Baby einen Säuglingsschwimmkurs zu besuchen, sollten Sie sich gut darauf vorbereiten. Erkundigen Sie sich frühzeitig, wo in Ihrer Umgebung Kurse abgehalten werden, und bitten Sie dort um Information in Form einer Broschüre oder eines persönlichen Beratungsgesprächs.
und Kinder treffen sich hier meist einmal wöchentlich. Während die Babys spielen, können sich die Mütter über ihre Erfahrungen austauschen. Zwischen einer normalen Krabbelgruppe und einer PEKiP-Gruppe muss jedoch deutlich unterschieden werden. Eine Krabbelgruppe verfolgt lediglich das Ziel, regelmäßig zusammenzukommen. Da die Babys im ersten Lebensjahr noch nicht miteinander spielen können, ist die Gruppe in erster Linie ein Gewinn für die Mütter. Eine PEKiP-Gruppe (Abkürzung für „Prager Eltern- Kind-Programm“) hat dagegen das Ziel, die Entwicklung der Babys aktiv zu unterstützen. Das Konzept wurde in den 1960er Jahren von dem Prager Psychologen Dr. Jaroslav Koch entwickelt. Er vertrat die Auffassung, dass Babys, die durch Spiele angeregt und zu Bewegung animiert werden, zufriedener und ausgeglichener sind als Babys, die nicht entsprechend gefördert werden.
darum, die Entwicklung des Babys zu beschleunigen oder in eine bestimmte Richtung zu lenken. Es geht lediglich darum, die Fähigkeiten, die in dem Kind bereits stecken, anzuregen, und das Baby dazu zu bringen, von sich aus von ihnen Gebrauch zu machen. PEKiP-Kurse finden stets unter Aufsicht ausgebildeter Gruppenleiterinnen oder Gruppenleiter statt. Man trifft sich einmal wöchentlich für 90
ihren Babys ausprobieren können. Zum Beispiel wird die Mutter dazu aufgefordert, ihr auf dem Rücken liegendes Baby zu einem Spiel mit einem Wasserball zu ermuntern. Der Wasserball hängt an einer Schnur und wird langsam abgesenkt, bis er die Füße des Babys sanft berührt. Der Unterschied
Ein PEKiP-Kurs kann sich auf die körperliche und geistige Entwicklung des Babys überaus positiv auswirken. In einer angenehm ungezwungenen Atmosphäre kann es seine Fähigkeiten erproben, was Körperbewusstsein und Selbstvertrauen stärkt. Außerdem ist ein PEKiPKurs eine ideale Vorbereitung für Spielgruppen, die Sie mit Ihrem Baby ab dem zweiten Lebensjahr besuchen können. Ihr Baby ist dann
ist die Erfahrung der Massage besonders angenehm, weil für sie der Körperkontakt und das Berühren der Haut mit einem Gefühl der Sicherheit verbunden sind. Aber auch Vorteile der Babymassage in Bezug auf die körperliche Entwicklung lassen sich nachweisen. So werden infolge der sanften Massage beispielsweise vermehrt Wachstumshormone ausgeschüttet. Außerdem wirkt die Massage stimulierend auf das Herz-Kreislauf-System des Babys.
den gängigen Techniken gehört ein langsames Streichen von den Schultern zur Brust und eine kreisende Bewegung der Hand auf Babys Bauch. Wenn das Baby auf dem Bauch liegt, können Sie mit den Händen von den Schultern sanft in Richtung Po fahren. Arme und Beine massieren Sie, indem Sie sie umfassen und vom Rumpf aus in Richtung der Hände und Füße streichen. Verwenden Sie für die Massage eine Babylotion oder noch besser Mandelöl. Eine Massage sollte ungefähr zehn Minuten dauern. Wenn Sie differenziertere Massagetechniken kennen lernen möchten, empfiehlt sich der Besuch eines Massagekurses.